Kredit-Datendiebstahl trifft auch Kunden in Europa
Das Kreditkartenunternehmen Visa hat europäische Banken und Kunden vor Betrugsgefahr gewarnt:
Bei Visa wurden 40.000 und bei Mastercard 68.000 komplette Magnetstreifendaten entwendet.
Nach dem millionenfachen Datendiebstahl in den USA sind Kreditkarteninhaber in Deutschland bisher von kriminellen Attacken verschont geblieben, dass meldet die tagesschau.de am 21.06.2005.
Nach Aussage der Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa hat es in Deutschland bisher keinen Fall von Missbrauch gegeben.
Weltweit sind jedoch rund 100.000 Kreditkarten-Besitzer tatsächlich gefährdet. Bei Mastercard sind 68.000 und beim Konkurrent Visa 40.000 komplette Magnetstreifendaten entwendet worden.
In diesen Fällen bestehe ein erhöhtes Risiko. Generell sind jedoch nur Kunden betroffen, die in jüngster Zeit in einem Geschäft in USA mit Kreditkarte gezahlt haben oder im Internet online in Amerika eingekauft haben, so ein Sprecher von Mastercard.
Die Banken reagieren bisher gelassen auf die Angelegenheit, eine generelle Sperrung von Karten gibt es nicht. Die Deutsche Bank lässt über die Gesellschaft für Zahlungssysteme die Kontobewegungen gefährdeter Kunden auf Unregelmäßigkeiten prüfen.
Eine Bankexpertin der Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass Kreditkartenbesitzer gegen kriminelle Transaktionen geschützt sind.
Das Risiko liegt bei den Kreditkartenfirmen, wenn Zahlungen ohne Unteschrift akzeptiert werden.
Der Bundesverband deutscher Banken rät Verbrauchern, regelmäßig ihre Kreditkartenabrechnung zu kontrollieren, dubiose Transaktionen sofort bei den Banken zu reklamieren und diese sich dort rückerstatten zu lassen.
Quelle: tagesschau.de vom 21.06.2005 |