Künast fordert mehr Schutz für KreditkundenVerbraucherschutzministerin Renate Künast fordert eine größere Fürsorgepflicht der Banken bei der Kreditvergabe, denn 3,1 Millionen Haushalte sind in Deutschland überschuldet
Künast will mehr Schutz für Kreditkunden, so lautet ein Bericht der Leipziger Volkszeitung v. 9. März 2005 von Dimo Rieß. Ein kürzlich veröffentlichtes Gutachten, welches von der Ministerin in Auftrag gegeben wurde, deckt Mängel bei der Kundenberatung auf. Der Autor der Studie, Dieter Korczak, bemängelt, dass es für den Verbraucher oft schwierig zu erkennen ist, wie teuer der Kredit letztendlich wird. Mit massiver Werbung wird der Eindruck erweckt, dass jeder Wunsch finanzierbar sei und so fordert Korczak eine kostenfreie Umwandlung der Schuldenpläne für unverschuldet in Not geratene Menschen. Siegfried Beck vom Arbeitskreis deutscher Insolvenzverwalter betont, dass es vor allem junge Menschen sind, die noch vor dem Start ins Berufsleben in die Schuldenfalle geraten. Er begrüßte im Gespräch mit der Leipziger Zeitung das Bestreben um eine größere Fürsorgepflicht der Banken. Eine verantwortungsvollere Kreditvergabe ist auch in der zurzeit diskutierten europäischen Verbraucherkreditrichtlinie vorgesehen, danach soll der am besten geeignete Typ von Darlehen empfohlen werden. Befürchtungen der Kreditwirtschaft, dass in Schwierigkeiten geratene Kreditnehmer häufiger klagen, hält Dieter Korczak für unbegründet. Nach Aussage der Sprecherin des Bankenverbandes Tanja Beller, könnte es für Kreditsuchende mit geringerem Einkommen dann jedoch schwieriger werden, einen Kredit zu bekommen. Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 9.März 2005 beraten beratene beratenem beratenen beratener beratenes |

