Kredit - ein teures Vergnügen
Günstige Konditionen gibt es häufig nur bei Abschluß im Internet
Die Tricks der Banken kennen und Kreditangebote genau vergleichen
Ein Kredit kann ein teures Vergnügen sein, dass meldet die Hamburger Morgenpost vom 24.02.05
Die Verlockungen kommen meist unaufgefordert per Post - vermeintlich günstige Kredite für eine Badezimmerrenovierung, den nächsten Urlaub oder um das Girokonto wieder ins Plus zu bringen. Auch das derzeit niedrige Zinsniveau verleitet manchen Verbraucher einen Kredit aufzunehmen.
Da ein Kredit zumeist über mehrere Jahre abgezahlt wird, sollten nur langlebige Konsumgüter finanziert werden, rät Stephanie Pallasch von "Finanztest". Nach Abzug aller festen Kosten sollte die Kreditrate nicht mehr als die Hälfte des frei verfügbaren Einkommens ausmachen. Für den Vergleich der Angebote ist der Effektivzins maßgebend, hier sind auch die Kreditnebenkosten und eine Bearbeitungsgebühr mit einberechnet.
Die günstigsten Angebote bekommt der Kreditsuchende bei Direktanbietern. Vorraussetzung ist jedoch meistens, dass der Kreditantrag online über Internet gestellt wird. Auch die Postbank und andere Kreditinstitute bieten ihren Online-Kunden günstigere Zinssätze an, als wenn der Kunde den Kredit in der Filiale beantragt.
Einige Kreditgeber wie z.B. Norisbank, Credit Plus Bank oder BHW-Bank bieten bonitätsabhängige Zinssätze an. Hier entscheiden viele Faktoren und verschiedene Kriterien, wie Verdienst, Alter, Beruf, Arbeitgeber usw. über die Zinshöhe.
Richtig teuer wird ein Ratenkredit mit einer Restschuldversicherung, warnt der Finanzberater Max Herbst. Diese Komplettabsicherung hat ihren Preis und ein Abschluß lohnt sich kaum, da die Versicherungsleistungen an viele Bedingungen geknüpft sind, rät Herbst.
Die Anfrage nach einer Finanzierung direkt beim Händler eines gewünschten Produktes ist oft lohnender.
Möbel- und Autohäuser bieten oft günstigere Konditionen an als die Hausbanken.
Quelle: www.Hamburger Morgenpost.de |